Wohnbebauung Hamburg Bergedorf – 2. Platz!

Wohnbebauung Hamburg Bergedorf – 2. Platz! 5055 3000 Tim Hupe Architekten

18.08.2020

Wohnbebauung Hamburg Bergedorf – 2. Platz!

Das war knapp – Wir freuen uns über eine 2. Platzierung in diesem Wettbewerbsverfahren!

Die Aufgabe bestand darin, sowohl ein zukunftsfähiges städtebauliches Leitbild für einen Innenstadtblock in Bergedorf zu finden, als auch einen Wohnungsbau mit ca.90 Wohneinheiten zu konzipieren.  Wir freuen uns, dass unser Vorschlag für Ideen- und Realisierungsteil prämiert wurde.  Unser Dank geht an den Auslober, die Jury und das Team!

Städtebau Block und Hof

Realisierungsteil A

Dem heterogenen Stadtraum in seinem Umfeld setzt der Entwurf den klaren Grundsatz einer Blockstruktur entgegen und knüpft so an die gründerzeitliche Bebauung in der Nähe z. B. am Töpferhof an. Dabei legen sich fünf Häuser C-Förmig um einen grünen Hof und erzeugen so ein klares „Innen“ und „Außen“. Der Zuschnitt des Grundstücks ermöglicht sowohl wirtschaftliche Gebäudetiefen, als auch einen gut proportionierten und gleichzeitig intimen Hofraum. Grundidee ist es, dass sich diese Figur in einer zukünftigen Bebauung in Richtung Osten fortsetzen kann.

Ideenteil B

Auf Grundlage der bestehenden Parzellierung entwickelt sich parallel zum städtischen Block an der Rektor-Ritter Straße entlang der Bergedorfer Straße eine kammartige Bebauung, die unterschiedliche Nutzungsszenarien denkbar macht.

Maßgebliche stadträumliche Setzung ist dabei die Aufweitung des Raumes zwischen den Flurstücken an der RRS im Süden und denen an der Bergedorfer Straße im Norden. Dabei wird der leicht geknickte Verlauf der Grundstücksgrenzen entlang des neuen Blocks von Süden nach Norden gespiegelt, sodass ein linsenförmig aufgeweiteter Straßenraum entsteht der neben der Erschließung, Anlieferung und Adressierung der anliegenden Häuser durch eine qualitätsvolle Außenraumgestaltung und Begrünung eine Aufenthaltsqualität erhält.

Gebäudestruktur

Die fünf Häuser sind von außen erschlossen. Die Ausbildung eines Hochparterres bei ca. 1,20m über Straßenniveau bei gleichzeitiger Barrierefreiheit, erfordert durchladende Aufzüge in den 2-4 – spännigen Erschließungskernen. Ein Zugang zum Hof ist für jedes Haus vorgesehen. Durch die Hochparterresituation ergeben sich entsprechend erhöhte, großzügige und gut lesbare Hauseingänge.

Die Vertikalerschließung führt in die vorgegebene Tiefgarage und bildet dafür die erforderlichen Fluchtwege aus.Die beiden nördlichen Häuser sind mit Sicherheitstreppenhäusern ausgestattet, da hier eine Anleiterbarkeit durch die Feuerwehr nicht gegeben ist.

Wände, Decken und Dächer der Häuser sind in Massivbauweise konzipiert.

An der Ecke Neuer Weg / Rektor-Ritter-Straße nimmt die neue Bebauung das in der Umgebung verbreitete Motiv der abgeflachten Blockecke auf und interpretiert dieses auf seine eigene Weise neu. In ihren oberen Geschossen bilden die Häuser Mansardendächer aus. Die sich ergebende Traufe steigt in ihrer Höhe um den Block herum an und vermittelt so zwischen den unterschiedlichen Höhen der Nachbargebäude auf den drei Seiten. Gleichzeitig werden auf diese Weise die fünf Häuser zu einer plastischen Gesamtfigur verbunden. Im Innenhof findet sich diese Dachform wieder und verbessert so einerseits die Belichtung und stärkt andererseits die Verbindung der einzelnen Häuser zu einer geschlossenen Bebauung. Punktuelle Ausschnitte in der Dachsilhouette verstärken die Lesbarkeit der Dachschräge aus dem Straßenraum.

Fassade, 
Haut und Öffnung

Die Vorgabe der Auslobung einer reduzierten Fenestrierung beantwortet der Entwurf zunächst mit einer einfachen Lochfassade. Dabei wird das Raster der Fensterlöcher zum Thema. Das Verhältnis von Fläche und Öffnung stellt zwingend die Frage nach der Materialität der Fassadenbekleidung.

Diese wird mit Schindelart verarbeiteten Ziegeln belegt und so betont als „Haut“ ausgebildet, die sich über Fassade und Dach gleichermaßen legt. Die lochartig ausgestanzten Fenster, Loggien und Balkone bilden eine umlaufende Metallzarge aus, in der die Fensterbänke integriert sind. Die Fassade wird hinterlüftet ausgebildet, der umlaufende Sockel ist in massivem Klinker als vertikale Rollschicht vorgesehen.

Renderings: bloomimages

Wohnbebauung Rektor-Ritter-Weg, Projektseite

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